"Jause" oder "Brotzeit"?

Isabella Tenni berichtet über ihr 14-tägiges VIDES-Praktikum in Benediktbeuern.

Praktikum im idyllischen Benediktbeuern

Bevor die angehenden Volontärinnen für 2017/18 mit ihrem Einsatz beginnen können, gilt es selbstverständlich, sich erst einmal auf das bevorstehende Leben bei den Don Bosco Schwestern einzustellen. Und wie könnte solch eine Vorbereitung besser gestaltet sein, also durch ein zweiwöchiges Einzelpraktikum bei einer Schwesterngemeinschaft in Österreich oder Deutschland?

Kaum war die Matura also überstanden, ging es für mich auch schon auf nach Bayern in das idyllische Benediktbeuern, wo sich sechs Don Bosco Schwestern dem Betrieb einer Jugendherberge für bis zu 120 Kinder mit ihren Lehrern und eines Kindergartens mit drei Gruppen widmen. Nach einer kleinen Weltreise von Wien über Salzburg und München kam ich am Sonntagabend in dieser wunderschön naturbelassenen Ortschaft an und wurde von den Schwestern sogleich herzlich in Empfang genommen. Außerdem erwartete mich abgesehen von einem köstlichen Abendessen ebenso mein persönlicher Arbeitsplan.

Zwei Wochen mit neuen Herausforderungen

Die nun folgenden zwei Juniwochen sollten durch vielfältige Tätigkeiten gekennzeichnet sein. Ich sammelte sowohl beim Pfirsichmarmelade-Einkochen als auch beim Neuanstreichen der Sitzbänke, beim Abwaschen der unzähligen Teller und beim Putzen der Zimmer der Jugendherberge neue Erfahrungen. All diese ungewohnten Aufgaben zeigten mir, einer jungen, bloß mit theoretischen Fakten vertrauten Absolventin, welch neue Herausforderungen das bevorstehende Leben bei den Don Bosco Schwestern doch mit sich bringen kann und welche Arbeit die Schwestern täglich auf sich nehmen, um Kindern und Jugendlichen eine unvergessliche Zeit in der Jugendherberge zu ermöglichen.

Besonders wertvoll sollten für mich aber auch die vielen schönen Stunden sein, die ich mit den Kindern im nebenliegenden Kindergarten verbringen durfte. Denn obwohl ich durch meine Ausbildung zur Kindergarten- und Hortpädagogin bereits einige Erfahrungen in diesem Bereich gemacht habe, war es nochmals etwas völlig Neues, an der Gestaltung des Tagesablaufs in einem Bayrischen Kindergarten mitzuwirken. Schon allein hier ähneln der Bayrische Dialekt und die deutschen Begriffe manchmal einer anderen Sprache. Statt der „Jause“ wird „Brotzeit“ gegessen und anstatt der „Spielzeug-Traktoren“ fahren die Kinder mit „Spielzeug-Bulldogs“ durch den Garten.

Nächster Einsatz: Kambodscha

Wenn das Leben hier in Bayern bereits so anders ist – wie wird es dann wohl in meinem Einsatzland Kambodscha sein? Diese und andere Fragen häufen sich nun mit der ebenso steigenden Vorfreude auf das immer näher rückende Volontariat ...

(Isabella Tenni, zukünftige VIDES-Volontärin)

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